ER004 Gezi-Park und die Proteste in der Türkei

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Mit Neşe Altıparmak, die derzeit in Berlin Europäische Literatur an der Humboldt-Universität studiert, davor in Istanbul gelebt und studiert hat, spreche ich über ihre Perspektive auf die Proteste im und um den Gezi-Park in Istanbul. Sie hat von der Gewalt zuerst über twitter und Facebook erfahren und bereits am 31. Mai war dort die Rede von schwer verletzten und sogar Toten.

Neşe berichtet, wie die Presse in der Türkei zensiert wird. Wie Premierminister Erdogan versucht, die Protestler als apolitisch darzustellen. Außerdem erzählt sie von wichtigen Hintergründen zu den Protesten in Istanbul, die auch mit einer sehr undemokratischen “Stadtentwicklung” zusammenhängen und in einen größeren Umweltpolitischen Rahmen eingeordnet werden können.

Vom 07. bis 10. Juni war sie selbst spontan vor Ort um ihre Freunde zu unterstützen und nicht nur dazu verdammt zu sein, in Berlin vor dem Rechner sitzend auf Nachrichten zu warten. Sie wirft im Gespräch auch einen Blick in die Zukunft: Was muss jetzt folgen, damit sich trotz mangelnder Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei etwas ändern kann. Wie können sich die Proteste organisieren? Neşe plädiert hierbei dafür, die wachsende Gefahr ernst zu nehmen und anstelle auf der Straße sein Leben zu riskieren eine große politische Organisation zu gründen und eine Gegenöffentlichkeit zu planen.

Music: SaReGaMa – Lucky Number 7 saregama-music.blogspot.com

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